Edelwodka – was unterscheidet ihn von gängigen Markenspirituosen

wodkaWodka – das ist die Seele Russlands und ein Heiligtum für diejenigen, die mit ihm aufgewachsen sind. Selbst hoch angesehene Köpfe, wie der Erfinder des Periodensystems Dimitri Mendelejew beschäftigte sich lange mit ihm, schrieb zahlreiche Artikel über sein Destillationsverfahren und sogar seine Doktorarbeit über das russische Wasser des Lebens. Liebhaber des klaren Tropfens trinken ihn gern bei Zimmertemperatur oder nur leicht gekühlt bei 15 – 18°C. Barkeeper sind begeistert von seinem neutralen Geschmack, ohne den einige Cocktails nicht produzierbar wären. Was also ist so besonders an Wodka und weshalb sind so derart große Preisunterschiede vorhanden?

Das Geheimnis guten Wodkas
Die Ausgangsrohstoffe für Wodka sind, Roggen, Weizen, Kartoffeln, Melasse, Mais, Reis oder gar Weintrauben. Generell kann jede kohlenhydrathaltige Pflanze verwendet werden. Russischer und polnischer Wodka wird zumeist aus Roggen oder Kartoffeln destilliert. Während der Zeit der Prohibition im Zarenstaat wanderten Unternehmen ins Ausland ab (hier mehr). So verbreitete sich der Wodka bis nach Neuseeland und in die USA, weshalb auch Mais oder in Asien Reis als Basis genutzt werden. Fest steht, dass ein Wodka aus Roggen oder Kartoffeln zwar von der Herstellung etwas teurer ist, dafür aber sehr weich, leicht süßlich und von einer unvergleichlichen Milde sein kann, wird er sorgfältig destilliert und anschließend mit gutem Wasser auf Trinkstärke von mindestens 37,5 % Alkoholgehalt gebracht.

Die Destillation guten Wodkas
Die Herstellungsprozedur ähnelt anfänglich sehr dem Bierbrauen. Roggen wird gemälzt, und mit Wasser und Hefekulturen zur Gärung gebracht. Bei Kartoffeln werden kleine Stücke der Bodenfrucht eingeweicht, mit Malz versetzt, um abschließend mit Hefe den Gärprozess in Gang zu setzen. Hierdurch entsteht ein Sud mit 6-8% Alkoholgehalt, der nun stufenweise im Permanentbrennverfahren destilliert wird. Der gewonnene Alkohol wird in unterschiedlichen Verfahren gefiltert. Kohlefilterung, das Filtern mit Milcheiweiß, auf elektrischem Wege oder durch Einfrieren und Ausfällen werden eingesetzt, was die Fuselöle entfernt. Die abschließende Feinfiltrierung entfernt alle Schwebstoffe.
Die Rohstoffauswahl, Destillationsart und Filterverfahren verursachen erhebliche Qualitätsunterschiede. Ein Billigwodka aus Melasse, der einem preiswerten Filterverfahren und einer einfachen Destillation unterzogen wurde, verursacht bei seiner Herstellung auch nur etwa 10-15% der Kosten, die ein edeles Tröpfchen aus reinem Roggen bei der Dreifachdestillation und kombinierter Mehrfachfiltrierung verursacht.

Wenn aus Eisbergen Feuerwasser wird

Die so produzierte neutrale Spirituose enthält je nach Destillationsverfahren gut 80% reinen Alkohol. Als letzter Schritt muss das Destillat auf Trinkstärke verdünnt werden. Hier kann ein Wodka weiter veredelt werden. Bei hochwertigen Tropfen wird das Wasser gefiltert, mit Sauerstoff angereichert, von Eisen, Kalk und Kalzium befreit, um ein möglichst geschmacksneutrales Produkt zu erhalten, das den Wodka nicht verfälscht. Andere Hersteller wagen sich sogar auf Eisberge und sägen aus ihnen riesige Blöcke. Das so gewonnene etwa 10.000 Jahre alte Wasser nutzen sie zur Herstellung von Wodka oder auch zum Brauen von Bier.

Quelle/Informationen: www.premium-wodka.info

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