Die elegante Art zu grillen: Der Lavasteingrill

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Lavasteingrill – istock HPW

Kaum jemand, der ihn einmal ausprobieren durfte, ist von ihm nicht überzeugt. Die Konstruktion ist verblüffend einfach: Ein Bett aus Lavasteinen wird von unten durch einen Gasbrenner aufgeheizt. Die Steine geben die Hitze dann gleichmäßig als Strahlungswärme nach oben ab. Das Grillgut hat dabei keinen direkten Kontakt zu den Steinen sondern liegt auf einem leicht zu reinigenden Rost, der meist aus Edelstahl gefertigt ist. Er sorgt für die bekannten wohlgebräunten Linien auf Würstchen, Steaks, und Co.

Das Beste aus zwei Grill Welten

Der Clou beim Lavasteingrill ist also die Kombination zweier (Grill-)Welten. Durch den Rost bekommt das Grillgut auch optisch den letzten Schliff, während die Strahlungswärme der Lavasteine tief ins Grillgut eindringt. Das sorgt für kurze Garzeiten und gleichmäßig durchgegarte Köstlichkeiten vom Grill. Die indirekte Wärme der Steine kann dabei für alle möglichen Speisen verwendet werden, auch empfindliche Gemüse lassen sich auf dem Lavasteingrill perfekt garen, ohne zu verbrennen oder matschig zu werden. Da die Steine viel Wärme speichern, geht der Lavasteingrill auch sparsam mit dem Gasvorrat um.

Lavasteingrills sind Schwergewichte

Bei all diesen Vorteilen gibt es auch einen kleinen Nachteil: Lavasteingrills sind schwer und klobig. Selbst bei Tischgeräten werden schnell Gewichte von 30, 40 und mehr Kilogramm erreicht. Die Steinfüllung hat daran natürlich einen guten Anteil, aber auch die notwendige Wärmedämmung rund um die Steinkammer schlägt beim Gewicht zu Buche. Vielfach herrscht deshalb die Meinung vor, dass ein Lavasteingrill für den Profi sei, und nicht für den Hobbygriller. Wer allerdings einmal auf den Geschmack gekommen ist und auf die besondere Geschmacksnote der Holzkohlegrills verzichten kann, der empfiehlt ihn in der Regel weiter. Soll der Lavasteingrill nicht permanent genutzt werden, so empfiehlt sich die Anschaffung einer Variante auf Rädern, die trotz ihres hohen Gewichts komfortabel zwischen Abstellort und Grillparty hin und her bewegt werden kann. Standgeräte eignen sich eher als feste Einrichtungsgegenstände, etwa für Partyräume oder Gartenlauben.

Der Lavasteingrill

Für den wahren Grillfreund dauert die Grillsaison bekanntlich vom 1. Januar bis zum 31. Dezember – und was gibt es Schöneres, als sich mit Familie und Freunden um eine Feuerstelle mit gegrilltem Fleisch und Gemüse zu versammeln? Lästig sind lediglich der stetige Bedarf an schweren Holzkohlesäcken und der unvermeidbare Qualm, der bei den Nachbarn häufig auf wenig Gegenliebe stößt. Auch die Wartezeit, bis die Holzkohle durchgeglüht ist, kann das Vergnügen trüben.

Ein Lavasteingrill kann eine echte Alternative für Sie sein. Bei dieser Grillart werden mittels Gas auf einem Rost liegende Lavasteine erhitzt, die die Hitze gut speichern und an das Grillgut abgeben. Der Grill erreicht schnell die nötige Temperatur, und es gibt keine Rauchentwicklung wie bei Holzkohlegrills. Meist kann der Grill mit einem Deckel geschlossen werden, sodass Sie höhere Temperaturen im Inneren erreichen und beim Grillgut und den Zubereitungsarten variieren können.

Gereinigt wird der Lavasteingrill, indem Sie nach dem Grillen bei geschlossenem Deckel den Grill nochmals aufheizen. Dieser Vorgang löst die Fettreste. Den Rost reinigen Sie einfach mit heißem Seifenwasser. Ein- bis zweimal während der Saison sollten Sie die Lavasteine entfernen und beispielsweise in Essigwasser auskochen. Alternativ können Sie auch neue Lavasteine kaufen, die in preisgünstigen Gebinden von mehreren Kilos angeboten werden.

Die Modellpalette ist groß, vom preiswerten Einsteigermodell bis zum fahrbaren Grill mit breiten seitlichen Ablageflächen ist alles verfügbar. Alles in allem ist ein Lavasteingrill schnell und einfach zu handhaben. Es liegt in der Natur der Sache, dass er nicht das typische Holzkohlearoma entfaltet, sondern ein eigenes, aber nicht weniger gutes – ob Sie sich für einen Lavasteingrill entscheiden, ist also im wahrsten Sinne des Wortes eine reine Geschmacksfrage!